Gefühle in Farben und Formen gebannt

Bunte Hingucker gibt es derzeit im Lichtensteiner Rathaus. Dort stellen Schüler der Lichtensteiner Kleist-Oberschule ihre Bilder aus. Entstanden sind sie im Kunstunterricht.

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Der Titel der Schau „Abstrakt“ ist gleichzeitig Programm. Das Thema bot den jungen Künstlern viel Spielraum. „Wir sollten beim Malen nicht über bestimmte Dinge nachdenken“ erklärt Marvin Pöller aus der 6b. Deshalb prägen vor allem Farben und der Fantasie entsprungene Formen die Bilder. Sie sind aber dennoch nach gewissen Vorgaben entstanden. Laut Lehrerin Annett Illing wurde im Kunstunterricht unter anderem grundlegendes Wissen über die Bildkomposition und die Farbwirkung vermittelt. Beim Malen selbst sollten jedoch auch Emotionen und Improvisationen eine Rolle spielen.

„Die Schüler haben es bei mir nicht einfach, sagt die Lehrerin mit einem Augenzwinkern. Seit vergangenem Herbst ist sie an der Kleist-Oberschule. Zuvor hat sie in Meerane unterrichtet.

Der Kunstunterricht ist ihrer Meinung nach ein besonderes Fach, nicht zuletzt wenn es um die Bewertung der Schülerarbeiten geht.

„Das kann nur fair erfolgen, wenn nach gewissen Fakten sowie gelernten Grundlagen und Techniken geschaut wird, der eigene Geschmack aber außen vor bleibt“, ist sie überzeugt. Die gezeigten Bilder aus unterschiedlichen Klassenstufen zeigen, dass viel Kreativität in den Schülern steckt und dass in der Pubertät auch Emotionen eine Rolle spielen.

„Die Bilder sind teilweise über einen Zeitraum von vier Wochen entstanden“, sagt Annett Illing.

Ihr ist wichtig, dass die Bilder nur im Unterricht gemalt werden. Es ist zwar nicht einfach, wenn die Schüler nach einer Woche Pause wieder Zugang zum Bild finden müssen. Doch wenn die Arbeiten als Hausaufgaben vollendet würden, könne es passieren, dass kreative Eltern mitwirken. Genau das will die Lehrerin vermeiden, da es viel wichtiger ist, dass der Nachwuchs Interesse an der Kunst und ihren Techniken findet.

Dass das funktioniert, zeigen die 30 Bilder und einige gestaltete Fahnen. Diese können nun bis 12. Mai während der Öffnungszeiten des Lichtensteiner Rathauses besichtigt werden.

Text und Bild:  Markus Pfeifer und Andreas Kretschl

 

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